Wenn Ihre Website plötzlich fremde Inhalte zeigt, auf dubiose Seiten weiterleitet oder Google «Diese Website wurde möglicherweise gehackt» anzeigt, zählt vor allem eines: die richtige Reihenfolge. Wer vorschnell Dateien löscht oder einfach ein Update einspielt, verwischt Spuren und übersieht oft die eigentliche Hintertür.
Woran Sie einen Hack erkennen
| Anzeichen | Was oft dahintersteckt |
|---|---|
| Spam-Seiten in Google | Eingeschleuste Seiten oder Datenbankeinträge |
| Weiterleitung auf fremde Seiten | Schadcode in Theme, Plugin oder .htaccess |
| Unbekannte Admin-Benutzer | Gestohlenes Passwort oder Lücke in einem Plugin |
| Weisse Seite / Website offline | Beschädigte Dateien oder Sperre durch den Hoster |
Die ersten Schritte
- Screenshots machen und notieren, seit wann das Problem besteht.
- Alle Passwörter ändern: WordPress-Admins, Hosting, FTP/SFTP, Datenbank und die verbundene E-Mail-Adresse.
- Unbekannte Admin-Benutzer notieren, dann entfernen.
- Den Hoster informieren – viele haben eigene Scanner und Logdateien.
- Prüfen, ob ein Backup von vor dem Vorfall vorhanden ist.
- Erst bereinigen, dann alle Updates einspielen und die Lücke schliessen.
- In der Google Search Console eine erneute Überprüfung beantragen.
Wichtig: Ein altes Backup allein reicht selten. Wenn die Lücke offen bleibt, ist die Website oft nach wenigen Tagen erneut befallen.
Müssen Sie den Vorfall melden?
Wenn Personendaten betroffen sein könnten, etwa Kundenkonten oder Formulareinträge, kann eine Meldung an den EDÖB nötig sein. Mehr dazu in unserem Beitrag [revDSG: Datenleck melden](/blog/revdsg-datenleck-melden). Cybervorfälle können Sie zudem beim Bundesamt für Cybersicherheit BACS melden.
Wann Sie Hilfe holen sollten
Wenn Sie keinen Admin-Zugang mehr haben, kein sauberes Backup existiert oder der Hoster die Website gesperrt hat, lohnt sich professionelle Hilfe. Unsere [Express-Hilfe für WordPress](/express-hilfe) umfasst eine Pauschale von CHF 720.– inklusive 4 Stunden, zzgl. MwSt.; Mehraufwand nur nach Ihrer Zustimmung.
Damit es nicht so weit kommt: Prüfen Sie Ihre Website mit dem [kostenlosen Website-Check](/) und lassen Sie Updates und Backups über die [WordPress-Wartung](/wartung) laufen.